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Jugoslawien – Der „dritte“ Weg?

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Drei Religionen, zwei Alphabete, fünf Sprachstämme: Jugoslawien birgt eine große natürliche, kulturelle und ethnische Vielfalt in sich, aber auch viel Potenzial für Konflikte. Nach dem II. Weltkrieg kann der KP-Chef Josip Broz, Kampfname „Tito“, mit seiner Variante des Sozialismus das Land stabilisieren. Bis Mitte der 1960er Jahre kommt es zu einer rasanten Industriealisierung. Eine partielle Liberalisierung und ein zunehmender Wohlstand kennzeichnen zunächst den „Mittelweg“ zwischen dem stalinistisch geprägten Sozialismus und dem Kapitalismus.
Spätestens mit dem Tod des charismatischen Staats- und Parteiführers Tito 1980 werden die ethnischen Konflikte, die sich aus einer gesellschaftlichen Dauerkrise ergeben, immer deutlicher. Die Begriffe „Dissident“, „Reformer“, „Frühling“ zielen hier mehr auf die Ablehnung des als zentralistisch empfundenen Bundesstaates und weniger auf das kommunistische System an sich. Doch Föderalismus und Kommunismus sind zwei Seiten einer Medaille. Die Lösung der jugoslawischen Konflikte vollzieht sich in den 1990er Jahren mit Gewalt und Krieg.

Durch die Reisebeschränkungen bleibt für DDR-Bürger das Land ähnlich unerreichbar wie die westliche Welt.